Früher reichte eine kleinste Hütte für ein glücklich Liebespaar. Heute ist es nicht mehr so, denn man ist anspruchsvoller geworden, weniger bereit auf seinen Lebensstil zu verzichten. Um vorbereitet zu sein, um sich nichts zu verbergen, um unangenehme Missverständnisse zu vermeiden und warum nicht, um etwas zu lächeln. Einige Fragen betreffen die Herkunftsfamilie, um zu zeigen, wie sehr alte Gewohnheiten die zukünftige Ehe beeinflussen können. Wie werden zum Beispiel Meinungsverschiedenheiten angegangen? Ist es ein friedlicher Austausch oder gibt es regelrechte verbale Kämpfe? Denn oft ist dieses Verhalten „vererbbar“ und wird die Art, wie man seine Meinung durchsetzen will in der zukünftigen Familie beeinflussen: es ist gut das im Voraus zu wissen, um es am besten anzugehen. Apropos Familie, eine unvermittelte Frage zu den zukünftigen Schwiegereltern: versteht man sich mit ihnen? Besteht andernfalls das Risiko, dass sie die Beziehung aus dem Gleichgewicht bringen oder wird das Paar in der Lage sein sich zu schützen? Werden frühere Erfahrungen, vor allem negative, mit anderen Partnern Auswirkungen auf das Leben des Ehepaars haben? Ist es gut darüber zu sprechen oder sollte man alles verheimlichen?
Eine heikle Frage sind Kinder. Wünschen wirklich beide Kinder? Und wieweit ist er bereit für sie zu sorgen, sie in ihrem Wachstum zu unterstützen, mit ihnen zu spielen? Auch der ökonomische Aspekt ist wichtig. Wird man ein gemeinsames Bankkonto haben oder wird jeder seiner Selbstständigkeit bewahren? Wie wird man die Ausgaben handhaben? Liebt man den Luxus oder geht man eher vorsichtig mit dem Geld um, denn „man weiß ja nie“, was kommen mag? Und abgesehen vom Sex, ein sehr wichtiger Faktor, um eine gute Beziehung aufrecht zu erhalten, stellt sich die Frage: Können Sie wirklich aufrichtig „ich liebe dich“ sagen unabhängig von jeglichen Hindernissen, die auf einen zukommen?

Er und sie, Hand in Hand sprechen über ihre zukünftige Hochzeit und blicken sich dabei tief in die Augen. Sie träumt von einer großartigen Hochzeitsfeier mit hunderten Gästen, einem märchenhaften Hochzeitskleid und einer atemberaubenden Location steil über dem Meer. Er hingegen möchte sein Jawort in einem engeren, informellen Kreis geben, zu dem er nur wenige, ausgewählte Freunde einladen will. Die Diskussion wird heftig und droht auszuarten vor der fatalen Frage: Kirche oder Standesamt.
Solche Episoden können diejenigen, die da schon durchgegangen sind ein Lächeln abgewinnen: vielleicht möchte man jene kleinen, großen Kompromisse lieber vergessen, die man um des lieben Friedens willen mit allen, auch den Verwandten, eingehen musste. Doch wenn es um die Organisation der eigenen Hochzeit geht, können auch die friedlichsten Paare die Geduld verlieren. Ja, denn den schönsten Tag, wie sein Name schon sagt, gibt es nur einmal und – abgesehen von unvorhergesehen Zwischenfällen – wird es ihn nie wieder geben. Was kann man also tun, um zu verhindern, dass die Fetzen schon vor dem Austausch der Ringe fliegen? Psychologie bewanderte sind sich darin einig, einen wertvollen Rat zu geben: die Ruhe bewahren und sehr viel Geduld haben. Es ist also gut von Anfang an zu lernen, Uneinigkeiten zu meistern, die vielleicht die erste echte Konfrontation mit dem eigenen Partner sind.
Und wenn einer der beiden auf keinen Fall bereit ist nachzugeben? Ist es wirklich wichtig nach bestimmten Regeln zu heiraten oder kann man genauso zufrieden mit einem anderen Rahmen sein?
Sollte der Druck von außen kommen, zum Beispiel von den Eltern oder von den engsten Freunden, muss man sich einer Sache klar sein: die Hochzeit ist persönlich und nur wen sie direkt angeht kann die passendsten Entscheidungen treffen. Wenn das zukünftige Paar es schafft alles im Einvernehmen zu organisieren, wird die Feier sicher ein Erfolg, egal was passiert!

Überraschungseinladung
Alles ist bereit: das Kleid, die Ringe, die Hochzeitsfeier, die Trauzeugen und die Schleppenträger. Der Countdown beginnt, man kann es kaum mehr abwarten... Doch etwas läuft schief und o weh, es wird nichts mehr daraus. Wie soll man auf eine so schmerzhaften Erfahrung reagieren? Der eine macht eine Reise, andere beginnen ein zügelloses Singledasein, oder sie verbarrikadieren sich im Haus und bekommen eine Depression. Doch es gibt auch solche, die eine großmütige Tat aufrichtiger Menschlichkeit begehen. Dies geschah der Amerikanerin Dana Olsen, die nach fünfzehn Jahren von ihrem Verlobten einen Monat vor Ihrer Hochzeit plötzlich sitzengelassen wurde. 250 Gäste waren eingeladen und die Kosten für die Feier waren enorm gewesen. Doch Dana Olsen verzagte nicht. Nach einem ersten Moment der verständlichen Desorientierung, entschied sie sich, 150 bedürftige Frauen und deren Kinder aus dem Obdachlosenheim Mary's Place in Seattle zum Festmahl einzuladen. Das schon für die verfehlte Braut engagierte Team von Maskenbildnern und Friseuren schminkte die ungewöhnlichen Gäste, die mit viel gutem Essen bewirtet und mit Livemusik empfangen wurden. Die solidarische Geste von Dana ist nicht die erste dieser Art: einige Monate zuvor hatte die Amerikanerin Kari Duane, die plötzlich von ihrem Verlobten sitzengelassen wurde, entschieden, Obdachlose zu ihrem prunkvollen 35 Tausend Dollar Hochzeitsmahl einzuladen.
http://video.corriere.it/abbandonata-altare-sposa-seattle-regala-ricevimento-nozze-senzatetto/20ccf7be-bed4-11e5-8000-980215fcd4e6

 

Viele Paare verbindet nicht nur eine tiefe Liebe, sondern auch eine echte Leidenschaft für etwas oder ein eigener spiritueller Weg. Und für sie sind traditionelle Feiern etwas eng, sei es standesamtliche oder kirchliche. Sie würden gerne ihre Trauung mit allen Symbolen begleiten, die ihnen wichtig sind, um ihrer Ehe eine persönliche Note zu geben. Ein Traum? Nein, eine für alle erreichbare Wirklichkeit: es reicht eine „weltliche humanistische“ Trauung zu wählen (wird auch auch nicht konfessionell genannt).
Es handelt sich um einen symbolischen Augenblick, der normalerweise – jedoch nicht notwendigerweise – nach der standesamtlichen Trauung stattfindet. Während dieses Traurituals teilt das Hochzeitspaar mit Hilfe eines Zeremonieleiters sein Lebensplan mit seiner Familie, seinen Freunden und all den Menschen, die ihnen wichtig sind. Alle Gäste – unabhängig von ihrem Glauben – können literarische oder poetische Texte vortragen und Musikstücke aufführen und hören. Es ist ein sehr intensiver Augenblick, in dem die Gefühle und Emotionen sprechen. Die Wahl, das ganze Leben gemeinsam zu begehen, ist nicht nur eine „legale“ Angelegenheit mit Rechten und Pflichten, sondern ein ganz besonderer Moment im Leben und hat einen besonderen Wert, den es wichtig ist persönlich und fern von festgefügten Standards zu feiern.

Eine Videokamera filmt verstohlen in schneller Sequenz die Hochzeitsvorbereitungen der Braut, den Ringtausch in einem verschneiten Wald, das Buffet und die Gäste. Bis hierhin nichts besonderes. Was jedoch diesen Film einzigartig macht ist, dass der Kameramann ein Hund ist! Addie und Marshall Burnett, ein Paar aus Tennessee, haben als „Reporter“ für ihre Hochzeit Ryder, ihren vierbeinigen Liebling gewählt. Ryder konnte mit der auf dem Rücken befestigten Kamera ungestört herumlaufen und die wichtigsten Augenblicke der Hochzeit aus einer ungewöhnlichen Perspektive filmen. Die Trauung fand auf Roan Mountain, dem Ort des ersten Dates des jungen Paares statt. Eine originelle Idee, die man als Anregung nehmen kann, wenn man aus einer ausgefallenen Sicht verewigt werden will. Das Video kann man auf Youtube sehen: https://www.youtube.com/watch?v=SPROD2u7Ulo

Paare, die sich katholisch trauen lassen, können eine Segensurkunde vom Papst erbitten. Man braucht nur einige, einfache Schritte zu machen, um eine kostbare Erinnerung zu erhalten, die das Ehepaar das ganze Leben lang begleiten wird.

Die Päpstliche Segensurkunde (bekannt auch als Apostolische Segensurkunde) kann von allen Paaren beantragt werden, die sich katholisch trauen lassen.
Um sie zu erhalten kann man zwei Wege gehen: direkt im Büro im Vatikan (Elemosineria Apostolica – von Montag bis Samstag von 8.30- 13.30 Uhr) oder per Post oder Fax ein Antragsformular, das man von der Webseite des Vatikans herunterladen kann (www.vatican.va). In diesem Formular müssen angegeben werden: Vor- und Nachname der Brautleute; Datum, Name der Kirche und Ort, in dem die Trauung zelebriert wird; die Adresse, an die die Urkunde geschickt werden soll. Der Segen kann in italienischer,englischer, französischer, deutscher, spanischer, portugiesischer und polnischer Sprache erbeten werden.
Die Kosten liegen zwischen 13 und 25 Euro, (entsprechend dem nach Anlass variierenden Modell). Hinzu kommen 7 Euro Versandkosten für den normalen Postweg oder 13 Euro für Kurierdienst.
Die erforderliche Zeit, um ein Segensdokument zu erhalten, beträgt etwa einen Monat.
Das zukünftige Brautpaar bekommt nicht nur eine kostbare Erinnerung, sondern tut auch eine wohltätige Geste: der Großteil des mit den Päpstlichen Segensurkunden gesammelten Geldes gilt wohltätigen Zwecken.

Die Lust sich zu unterscheiden, etwas neues zu machen, für immer in der Erinnerung aller Gäste ( und nicht nur ihrer) zu bleiben... Es gibt immer mehr Hochzeitspaare, die auf der Suche nach der Einzigartigkeit entscheiden, ihre Trauung außerhalb der festgelegten Traditionen zu feiern. Und ihnen stehen unendlich viele Möglichkeiten zur Auswahl.

Als erstes muss man sich darüber klar sein, was für ein Schauplatz einem liegt. Wenn man keine Angst vor Kälte hat, auf Stöckelschuhe verzichten kann und möglichst auch auf eine Schleppe, dann gibt es nichts besseres als einen schneebedeckten Berggipfel, einen Hubschrauber oder einen Motorschlitten mieten und sich mit seinen Gästen hinauftrasportieren zu lassen. Der Empfang kann in einer Berghütte, in einem Schloss oder in einem Grand Hotel mitten im Schneezauber stattfinden. Von Dezember bis April kann man in der Kapelle aus Eis im Ice Hotel in Lappland heiraten, in die bis zu 40 Persinen passen (www.icehotel.com).
Wer das Meer liebt, kann eine Trauung auf einem Sandstrand wählen, natürlich barfuß und mit allem nötigen, um seinen Traum mit einem Sprung ins Wasser zu krönen. Man kann sich auch die ewige Liebe in 20 Meter Tiefe versprechen oder in einem polynesischen Dorf: man erreicht es von Gesängen, Musik und Tänzen begleitet in einem Einbaum. (www.viaggidinozze.net) Wer beim Thema Meer bleiben möchte, es aber nicht ganz so aufregend will, kann in der faszinierenden Atmosphäre des Aquariums in Genua heiraten (www.acquariodigenova.it).
Um alle in Atem zu halten, entscheiden sich manche dafür, die Location mit dem Flugzeug zu erreichen und im letzten Moment mit einem Fallschirm hinab zu springen. In diesem Fall ist es ideal, sich von seinen engsten Freunden begleiten zu lassen und vielleicht von einem Priester, der bereit ist die Trauung in luftiger Höhe zu zelebrieren. Will man noch höher hinausschießen, www.viagginozze.net organisiert in Cape Carnaval in Florida eine atemberaubende Reise mit einem Spezialflugzeug, bei dem man beim Gleiten die Schwerelosigkeit erbebt. Die englische Hochzeitsagentur marryabroad.com.uk bietet ungewöhnliche Ziele wie verlassene Goldgruben in Nevada oder in einem Taxi in New York. Wenn auch Fußballleidenschaft das Paar vereint, warum nicht im Barcelona FC Stadion heiraten, wo es auch ein köstliches Buffet gibt. (www.cataloniawedding.com)

Am schönsten Tag kann man konkret denjenigen helfen, die bedürftig sind: man muss einfach alles nachhaltig planen.

Immer mehr Brautpaare feiern ihre Hochzeit im Zeichen der Fairness. Das bedeutet, alles so zu organisieren, dass es nicht nur qualitativ einwandfrei ist, sondern sowohl sozial als auch kulturell und für die Umwelt nachhaltig ist. So wird ein spezieller Moment wie eine Hochzeit wirklich unvergesslich und das nicht nur für das Brautpaar und seine Gäste.
Für das Essen und den Empfang kann man zum Beispiel den Catering- und Banquettdienst von Organisationen für intergrative Beschäftigung wählen. Oder man kann auch ein nachhaltiges Menu mit lokalen, biologischen oder veganen Produkten servieren. Die Hochzeitsgastgeschenke (Bombonnieren) und -Anzeigen kann man von gemeinnützigen Organisationen machen lassen, die anders Begabte und Menschen mit sozialen Schwierigkeiten beschäftigen.
Selbst das Hochzeitskleid wird “fair” dank natürlichen Stoffen wie ungebleichtes Leinen oder ökologisch produzierte Seide, bei der die Raupen geschützt werden.

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